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Willkommen auf der Webseite « Vol au Vent – Waadtländer Nordjura ohne Windturbinen !»

Mangelnde Kenntnisnahme und Missinformation der Bürger: Nährboden für die Propaganda der Befürworter der Windparks

Im November 2015 wurde eine Initiative von sieben Tourismusämtern des nördlichen Kanton Waadt lanciert. Das erklärte Ziel: Synergien für eine koordinierte Bewerbung dieser Region auszunutzen. Der Schwerpunkt soll dabei auf die Natur gesetzt werden und der Jura wird in erster Linie als energiespendende Landschaft und Quelle der Besinnung genannt. Bis dahin ist Alles klar.

In der Mitteilung der Tourismusbüros wird jedoch eine weitere Energiequelle genannt; die Windenergie. Dabei wird einzig der Windpark von Sainte-Croix genannt. Man staunt! Warum werden alle anderen Windparkprojekte nicht erwähnt? Wurden etwa die Tourismusbüros (noch) nicht informiert? Oder befürchten Sie, dass die schiere Erwähnung der weiteren Windparks all ihre Promotionsbemühungen in den Sand setzen könnte?

Eine weitere Anekdote: kürzlich reagierte ein Mitglied eines Gemeinderates - ausserdem Befürworter eines Windparks auf dem Boden seiner Gemeinde - mit Zorn, als er Fotomontagen des Projektes auf der Webseite von Paysage Libre Vaud (PLVD) entdeckte. Er behauptete, dass diese Bilder irreführend seien und lediglich dazu dienten, die Bevölkerung aufzuschrecken.

Abgesehen davon, dass die Fotomontagen mit grösster Sorgfalt erstellt worden waren - damit ja keine Vorwürfe zu Übertreibung gemacht werden können - ist eine so heftige Reaktion seitens eines Windparkbefürworters bezeichnend:

Und zum Schluss noch eine dritte Anekdote: bei der Errichtung eines Windmessmastes in der Nähe von Bavois äusserte Isabelle Chevalley (Nationalrätin) ihren Unmut darüber, dass viele Einsprachen gegen Windparkprojekte aus Kreisen von Leuten stammten, welche die demokratischen Entscheide nicht respektierten.

Nun, man kann sich fragen, ob es wirklich mangelnder Respekt gegenüber demokratischen Entscheiden ist, Windprojekte zu bekämpfen, die auf einem Nährboden aus Unkenntnis und Missinformation der Öffentlichkeit gedeihen?

Unser Verein 'Vol au Vent' fühlt sich dazu verpflichtet, objektiv zu informieren und veröffentlicht Fotomontagen. Diese zeigen wie die Jurakette vom Chasseron bis zum Creux du Van aussehen könnte, wenn dort Windparks errichtet würden. Es stellt sich jedoch die Frage: Müsste eine solche Information nicht unbedingt von den Promotoren geliefert werden?

Agenda

  • Nächste ordentliche Versammlung des Vereins: 14. April 2016, 19:30, Villars-Burquin, Battoir

News :

  • Über den Menüpunkt « Fotos » finden Sie alle Fotomontagen der projektierten Windparks in unserer Region
Es lebe die Windenergie!
carricature
Bildquelle : http://www.leseoliennes.be/
Ihre Elektrizitätsrechnung wird sich verdoppeln
Ihre Mehrkosten werden einzig die Taschen der Promotoren füllen.
Und der CO2-Ausstoss wird genau gleich bleiben.

Newsletter-Archiv :

Kommentar zum Artikel « Stehen die Windturbinen noch im Wind? » sowie zum Vorwort « Es blasen ungerechte Gegenwinde gegen die Windkraft » (Zeitung "Le Temps", Ausgabe vom 1. September 2015)

Serge Jubin (Journalist bei "Le Temps") behauptet unaufhörlich, dass die Schweiz wohl der Energiewende verpflichtet sei, jedoch im Bereich der Ausnützung der Windkraft mit Verspätung den anderen Nationen nachhinkt.

Der Begriff « Verspätung » ist relativ und setzt ein Vergleich voraus. Die Verspätung wird daran gemessen, dass jemand Anders einen Vorsprung geschaffen hat. Üblicherweise wird die Verspätung als Nachteil empfunden, aber sie kann auch positive Auswirkungen haben. Zum Beispiel können Fehler der Vorreiter erkannt werden und müssen anschliessend nicht von den Nachzüglern wiederholt werden.

Führen wir also den Vergleich zwischen Vorreitern und Spätzündern der Windkraft weiter, denn offensichtlich haben weder Serge Jubin noch Isabelle Chevalley dies getan. Was können wir daraus lernen?

  • Deutschland hat einen Vorsprung von 10 Jahren mit seiner Energiewende. Neue Kohlekraftwerke mussten in Betrieb gesetzt werden, um an windarmen Tagen die Strombedürfnisse der Bevölkerung zu decken (im Jahresdurchschnitt bläst in Deutschland an 4 von 5 Tagen nicht genügend Wind). Auf der anderen Seite, wenn der Wind bläst, muss Deutschland die rund 30 produzierten Wind-Gigawatts zu Spottpreisen verhökern. Damit wird der ganze europäische Strommarkt destabilisiert - und folglich auch die Schweizer Produktion von Elektrizität aus Wasserkraftwerken beeinträchtigt. All dies geschieht auf Kosten der deutschen Steuerzahler, die zur Finanzierung der Energiewende zu Abgaben verpflichtet sind. Auf der anderen Seite bereichern sich die Promotoren der Windenergie "dank" der garantierten Abnahmepreise für diesen Windstrom. Zur Krönung muss noch gesagt werden, dass die CO2-Emissionen Deutschlands aufgrund der Inbetriebnahme der Kohlenkraftwerke neue Spitzenwerte erreichen...
  • Spanien seinerseits ist von Gasimporten abhängig geworden, denn an Tagen ohne Wind (d.h. im Durchschnitt an 3 von 4 Tagen in Spanien) wird Elektrizität in Gaskraftwerken produziert.
  • Grossbritannien kämpft mit ähnlichen Problemen (Unfähigkeit der Windparks, regelmässig Strom zu liefern und Destabilisierung des Strommarktes) und hat gerade entschieden, jegliche Subventionen der Windparks im Inland zu streichen.

So sieht also die Bilanz aus, die uns unsere « Verspätung » beschert. Sehr wenige Personen sprechen darüber - ausser die Windkraftgegner.

Rhetorische Frage : Wollen wir wirklich eine solche Energiewende in der Schweiz? Das ist leider was die Promotoren der Windkraft bewirken würden - ohne es uns zu sagen. oder weil sie es selber nicht wissen.

Dieser Kommentar wurde am 10. September 2015 als Leserbrief an die Zeitung « Le Temps » gesandt. Trotz eines Erinnerungsschreibens war er am 4. Oktober 2015 immer noch nicht veröffentlicht.

« Wir müssen unsere Windparkprojekte schnell durchbringen bevor der Wind dreht! »

(Aussage eines beunruhigten Windenergiepromotoren)

Während die Waadtländer schon in den Ferien verweilen oder sehr bald abreisen werden, nutzen Andere die Zeit aus - unter anderem und an vorderster Front die Elektrizitätswerke Zürich EWZ - um das Baugesuch für den Windpark Mollendruz einzureichen. Dies geschieht im stillen Glauben darüber, dass dank Ferienabwesenheiten und Sommerhitze die bittere Pille einfacher eingeschmuggelt werden kann. Das Projekt sieht vor, zwölf Windturbinen, jede mit einer Höhe von über 200 Metern zu errichten.

Das hinterlistige Prozedere ist bekannt: Die Promotoren des Windparks ,Eoljoux' (in der Vallée de Joux) waren ähnlich vorgegangen. Sie hatten das Baugesuch für ihren Park kurz vor Weihnachten 2014 eingereicht.

Das wirft gleichzeitig auch ein schräges Licht auf das jüngste Kind der Dienste von Frau de Quattro (Vorsteherin des Amtes für Umwelt und Sicherheit, Kanton Waadt): die "Plateforme éolienne vaudoise » (Austausch aller Akteure der Windkraft): Ein 'totgeborenes Kind', und ein scheinheiliges Vorgehen.

Wenn schon das scheinheilige Agieren der Promotoren grosse Fragezeichen setzt, so ist dies auch bezeichnend für das schwache Argumentationsgerüst der Promotoren und es gleicht einem Wettlauf mit der Zeit: Windenergie-Promotoren wollen ihr Projekt mit voller Kraft vorantreiben, für das Baugesuch einen Überraschungseffekt ausnutzen, um die Bevölkerung schliesslich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Das ist ziemlich bezeichnend für die Schwächen und Unzulänglichkeiten dieser Projekte. Denn wer, abgesehen von opportunistischen Investoren oder Politikern, kann in der Schweiz, in Anbetracht aller damit verbundenen Zerstörungen und Nachteile (noch) hinter einem Windparkprojekt stehen?

Man muss nicht weit suchen, um heraus zu finden, was Sache ist und welchen Undingen sich die Schweiz aussetzen würde:

  • Windparks verursachen Infraschall (sehr tiefe, unhörbare Töne, durch die Bewegung der Rotorblätter verursacht) auf welchen ein Teil der Menschen und auch Tiere mit Gesundheitsbeeinträchtigungen reagieren (siehe auch "Windturbinen-Syndrom")
  • Die Dimensionen der Windturbinen und die nötigen Eingriffe für die Errichtung dieser riesigen industriellen Anlagen in Mitten naturnaher Landschaften durch Rodungen, Betonsockel, Zufahrtsstrassen und Hochspannungsleitungen würden zweifelsohne ganze Landstriche massiv beeinträchtigen. Wertvolle Schweizer Kulturlandschaften, die bis anhin weitgehend vor Industrieanlagen geschont geblieben waren, würden vernichtet.
  • . Im Rahmen der Deckung des Energiebedarfs ist das Potential der Windkraft sehr minderwertig. Es würde eine sehr geringe Energiemenge liefern und dies in unplanbarer Menge und zu unkontrollierten Zeitpunkten (in der Schweiz bläst der nötige Wind im Durchschnitt nur an einem von fünf Tagen genügend stark). Schweizer Windenergie ist also weit davon entfernt, eine Lösung unserer Energieprobleme anzubieten. Im Gegenteil, Windenergie würde die Steuerung der Energielieferung komplexer gestalten und somit auch teurer werden lassen.

Um zu verstehen, was die Promotoren vorantreibt, muss man sich vor Augen führen wie diese Projekte finanziert würden: Die finanzielle Machbarkeit wird durch eine Bundesgarantie - die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) - gesichert. Diese Subventionen werden durch Steuereinnahmen finanziert. Freut euch, denn - eine krasse Ironie - ihr müsstet nicht nur die negativen Auswirkungen der Windparks aushalten, sondern ihr dürftet sie auch gleich noch selbst berappen!